Au revoir, Bethli

Es gibt Ereignisse, die erlebt man, ohne sie bereits wirklich zu erfassen. So erging es uns, als wir an diesem Fasnachtsdienstag im Jägerstübli eintrafen. Es stand nicht wie üblich einfach unser letzter Auftritt und Abschluss unserer Fasnacht an, sondern es ging um den Abschied vom Jägerstübli als liebgewonnene Fasnachtsbeiz und von dessen beiden Seelen Bethli und Werner Käser. Erst nächstes Jahr werden wir richtig begreifen, was heute Nacht zu Ende ging.

12i-Chlapf

Der 12i-Chlapf stellte sich mächtig zwischen uns und unser Publikum in der Chrone. Durch die dichtgedrängte Menge war der Eingang kaum zu erreichen, und dann hatten wir gegen die Guggenwand nicht den Hauch einer Chance. Das Konzert und seine einzigartige Ambiance haben aber einen Hühnerhautfaktor, den wir nicht missen möchten.

Solid Gold

Am Drumgugu gab es Gold für alle. Den Auftakt machten Didier Defago, wenig später gefolgt von Dario Cologna. Gold erhält sodann jede und jeder der aktiven Fasnächtler, von den 11-i-Schränzern über die wiedererstarkten Elisi bis zu den unverwüstlichen Hüslisängern. Ober-gut auch Marco Lupi, er fand in Grenchen tatsächlich zwei Narren, denen das Lachen noch nicht vergangen ist. Von ihrem hochklassigen Pointenausschuss wird der Bäse noch Jahre zehren. Und Gold in der Spezialwertung geht an den DJ, der wie jedes Jahr die Raumbar in einen Hexenkessel verwandelte - ein unvergesslicher Abschluss eines fulminanten Abends.

plus: Bethli und Extro

Zu Gast bei den Honolulu

Am Freitag machten wir eine Stippvisite an die Hot Cheese Session der Honolulu im Jägerstübli und konnten den Auftritt der zufällig anwesenden Rampensäuli mitverfolgen.
Die Genti Honorabili waren - geschwächt von Fondue und Weisswein - den Reizen der Girls wehrlos ausgeliefert. So soll Gudi Flury noch am Samstag auf dem Märet mit verklärtem Blick und offenem Mund gesehen worden sein. Nach unserem eigenen Auftritt und gemeinsamem Singen von ‘Kumbaya my Lord’ machten wir uns auf den Weg Richtung Bloosoball und Sämi Hofer kümmerte sich um seinen vor Lachen gerissenen Gurt.

SchnibaMuttiturm

Mehr Backstagefeeling als im Torre della Mamma findet man in Honolulu nirgends. Nach einer kurzen Stärkung gings die Treppe hoch unter das Gewölbedach. Die rund hundert Schnibamu-Fans sassen nach dem langen Abend zwar schon etwas tiefer in den Kinosesselis, liessen sich aber sofort per un giro da Soletta in unsere Gondole begeistern.

Höre unseren Auftritt auf Radio32

Höfli 2010

Es war schon bald 23 Uhr, als wir die Bühne des Höfli betraten. Eine zahlenmässig kleine, aber sehr fasnächtlich gestimmte Schar hatte bis dann der Bise getrotzt - Chapeau! Es wurde ein schwungvoller Auftritt, das Publikum wie wir nutzten jede Gelegenheit zur Bewegung. Einzig Kuslis neue, noch zartbesaitete Ukulele war ob der Kälte verstimmt und verweigerte das harmonische Zusammenspiel.

Carnevale, arriviamo

Im Schneetreiben fahren wir kurz vor Hilari nach Ipsach. In unserem Kreativ- und Probeweekend feilen wir an unseren Versen und Melodien, suchen die passenden Akkorde und stossen mit Wein aus den Rebbergen via-à-vis an auf die Fasnacht 2010.

Drumgugulalapfiff 2009 im Kofmehl

Nach dem etwas verregneten Sonntag trafen sich alle aktiven Fasnächtler am Montag im Kofmehl “am Schärme”. Zwar sind Fasnachtsprofis ein spezielles Publikum und der Abend ist jeweils lang, der Stimmung tat dies gestern aber keinen Abbruch.

Obschon G.O.R.P.S eine nichtelektrische Formation ist, rief unser diesjähriges Extro geradezu nach Bühnentechnik. Sie ist im Kofmehl reichlich vorhanden und der Spass konnte gegen elf Uhr losgehen. Gemeinsam mit dem Publikum rockten wir, bis die Krokusse blühten. 

Zwischenhalt im Pintli

Am Samstag Nachmittag war wie jedes Jahr der Auftritt im Altersheim angesagt und anschliessend trafen wir uns zu einem Zwischenhalt im Pintli. Spontan mussten wir ein Care-Team für einige Schnitzelbank-Kollegen einsetzen, die es mit einem Vers ziemlich verbäset hatte und darob obdachlos geworden waren. Wir sprachen ihnen Mut zu, vermittelten einen Tisch in der Gassenküche und empfahlen den Brothers, von Käser-Fondue auf Raclette zu wechseln.

Auftritt im Höfli

Das Höfli ist ein besonderer Moment jeder Fasnacht, den wir immer mit Spannung erwarten. In einer speziellen Ambiance wartet ein spezielles Publikum, echte Schnitzelbankfans, die stundenlang in der Kälte ausharren.
Dieses Jahr war es unser erster Auftritt überhaupt und wir waren doppelt gefordert: Draussen zu singen verlangt ohnehin volle Konzentration, weil man sich schlechter hört als in einem geschlossenen Raum. Und die Kälte setzte dieses Jahr den Instrumenten arg zu; vor allem unsere Ukulele war eher gefroren statt wohl temperiert. Kusli und Stifli standen vor einem Rätsel, hantierten mit Kapodasters, schraubten an Saiten, was das Zeug hielt und zauberten noch etwas hin, was uns als Rhythmus-Teppich diente. Immerhin funktierte die kleine Konfettikanone im Extro tadellos. Trotz etwas Stress war es einmal mehr a moards Gaudi mit einem Super-Publikum. Merci!

G.O.R.P.S - Höfli 2009
(Foto: Hanspeter Bärtschi)